Das Unterrichts- und Förderkonzept

Antworten auf häufig gestellte Fragen

Die Nicolay-Rechtschreib-Methode (NRM)  wie funktioniert diese?

  • Das Kind wird sich der Denkprozesse bewusst, die es beim Lesen und Schreiben einsetzt,
  • es erkennt, wie die Menschen die gut im Lesen und Schreiben sind ihr Denken nutzen und
  • das es selbst diese effektiven Lernstrategien besitzt und erfolgreich anwenden kann.
  • Ein speziell entwickeltes Konzept stärkt die Konzentrations- und Entspannungsfähigkeit.
  • Eventuelle familiäre oder soziale Einflüsse, die sich negativ auf das Erlernen der sicheren Rechtschreibung und flüssigem Lesen auswirken, auszugleichen, ist ein weiterer wesentlicher Baustein.

Was ist mit den zuvor fehlerhaft gelernten Lernworten?

Alle Lernwörter/Vokabeln, grammatikalischen Regeln usw., die in der Schule vermittelt wurden, bevor das Kind den neuen Lernstils erfolgreich anzuwenden gelernt hat, und die es daher fehlerhaft in seinem Denken abgespeichert hat, müssen noch einmal überarbeitet werden! Diese Fleißarbeit des Kindes ist in der Regel nicht Teil der Einzelförderung, sondern wird vom Kind zu Hause eigenständig oder mit Unterstützung der Eltern oder des Lernbegleiters erbracht. Therapeuten, die das Kind in ihren Einzelsitzungen bei dieser Überarbeitung begleiten, benötigen entsprechend weitere Lerneinheiten.

Was sind Ursachen von LRS/Legasthenie?

  • Die unbewusste Nutzung eines ineffektiven Lernstils. Menschen mit Problemen im Lesen und Schreiben nutzen unreflektiert eine primäre phonetische Denkstrategie die für das sichere Erlernen des Lesens und Schreibens ungeeignet ist.
  • Phonetische Unterrichtsmethoden zur Schriftsprach-vermittlung, die sich am Klang der einzelnen Laute eines Wortes orientieren. Diese produzieren bei Menschen die sich geschriebene Wörter in ihrem Lautklang merken eine LRS/Legasthenie, da Lautklang und Schriftbild im Deutschen sowie im Englischen und Französischen nicht übereinstimmen. 

Funktioniert die Methode auch bei Fremdsprachen?

Ja. Auch bei allen Fremdsprachen. 

Können auch Erwachsene die Methode erfolgreich anwenden?

Ja, doch es dauert meist weitaus länger als bei Grundschul-kindern.

Wieso gibt es trotz phonetischer Unterrichtsmethoden gute Rechtschreiben?

Menschen mit einer primär visuellen Denkstrategie und fehlerfreien Rechtschreibung, lassen sich durch phonetische Unterrichtsmethoden nicht beirren. Sie nutzen zur Verschriftlichung das im Buch oder an der Tafel gesehene Wortbild. 

Kinder mit einer primär visuellen Denkstrategie entwickeln dann eine LRS/Legasthenie, wenn ihnen das Lesen und Schreiben mit phonetischen Unterrichtsmethoden beigebracht wird und sie sich in ihrer visuellen Lernstrategie irritieren lassen und beginnen Worte phonetisch zu verschriftlichen.

 

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Deutliche Verbesserungen im Lesen und Schreiben, wann stellt diese sich ein?

 

Kinder benötigen nur vier bis maximal zehn Einzelförderungen, um sich den Lernstil der Menschen mit fehlerfreiem lesen und schreiben anzueignen und mit neu gelernten Wörtern und grammatikalischen Regeln innerhalb von acht bis zwölf Wochen zur sicheren Rechtschreibung und flüssigen Lesen zu gelangen. Auch Kinder, denen mit anderen Therapieformen nicht geholfen werden konnte oder eine unheilbare Legasthenie bescheinigt worden ist, finden zur sicheren Rechtschreibung sowie flüssigem und fehlerfreiem Lesen. Vorausgesetzt, ein Elternteil oder Lernbegleiter kann aktiv in die Einzelsitzungen eingebunden werden und nutzt die erhaltenen praktischen Anleitungen, um die Förderung zu Hause selbstständig weiterzuführen und erfolgreich abzuschließen.

Wie kann LRS/Legasthenie vorgebeugt werden?

Das NRM-Unterrichtskonzept zur Schriftsprachvermittlung in Deutsch und Fremdsprachen befähigt Kinder, die an herkömmlichen Unterrichtsmethoden scheitern oder das Risiko einer LRS/Legasthenie haben, gute Noten im Lesen und Schreiben zu erzielen. Lehrkräfte erwerben die Kompetenz, im Klassenverband, in Förderklassen oder Lerngruppen alle Schüler/innen zur sicheren Rechtschreibung und zu fehlerfreiem Lesen zu führen. Zusätzliche Förder- oder Therapiestunden werden dann meist überflüssig, und der Entstehung von LRS/Legasthenie wird wirkungsvoll vorgebeugt.

Unterrichtsmethoden mit Einfluss auf LRS/Legasthenie.

Phonetische Unterrichtsmethoden, wie z.B. „Lesen durch Schreiben“ mit der Anlauttabelle nach Jürgen Reichen, zur Vermittlung der Schriftsprache und des Lesens in Grundschulen verursacht LRS und Legasthenie bei Grundschulkindern. Hier ein Spiegel-Artikel, der einige der Gründe gut beschreibt: 

http://www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/guenter-jansen-ueber-die-schlechte-rechtschreibung-viele-kinder-a-906458.html

Kinder, die in der Schule Probleme beim Erlernen des Lesens und Schreibens entwickeln, obwohl sie konzentriert, motiviert und willig sind, nutzen unbewusst einen Lernstil, der für das korrekte Erlernen des Lesens bekannter Wörter und des Schreibens (Orthografie, Schriftspracherwerb) ungeeignet ist. Wenn mit einer Unterrichtsmethode zur Schriftsprachvermittlung zwar einige Kinder sicher lesen und schreiben lernen, andere aber nicht, dann ist die genutzte Unterrichtsmethode nicht für alle Kinder geeignet.

Wann funktioniert die Methode nicht?

Können Konflikte, die zwischen den Eltern und dem Kind bestehen, nicht in eine konstruktive Zusammenarbeit verwandelt werden oder gelingt es nicht, die für eine erfolgreiche Förderung notwendigen Voraussetzungen zwischen den Eltern und dem Kind einerseits und Lehrkraft / Lern-Coach andererseits zu schaffen, bleiben Erfolge oft aus.

Welchen Einfluss haben familiäre, soziale oder sonstige Widrigkeiten?

Diese können sich sehr nachteilig auf die schulischen Leistungen auswirken, sind jedoch nicht Ursache für eine LRS/Legasthenie. Es gibt auch viele Kinder mit sicherer Rechtschreibung und fehlerfreiem Lesen, die mit familiären oder sonstigen Widrigkeiten konfrontiert sind. Die Erfahrung, dass allein die Verbesserung des Lernumfelds automatisch zu einer wesentlichen Verbesserung im Lesen und Schreiben führt, habe ich bisher nicht gemacht. Die Nutzung eines effektiven Lernstils kombiniert mit einer Verbesserung des familiären und sozialen Lernumfelds führt nach meinen Erfahrungen zu schnellen und anhaltenden Erfolgen.

Ist LRS/Legasthenie eine Krankheit oder ein Defizit des Kindes?

NEIN! Ich halte nichts davon, LRS oder Legasthenie als Krankheit oder erbliche Veranlagung zu klassifizieren. Der unselige Trend vorwiegend krankheitsorientiert zu argumentieren und zu therapieren, hat zur Folge, dass Kindern, die mit der Vermittlung des Lesens und Schreibens im bestehenden Schulsystem nicht zurechtkommen, ständig neue Krankheiten zugeordnet werden. Im Jahr 1999 wurde unter großem Medienecho ein Chromosom Nr. 15 (C15) identifiziert, das für eine „genetisch veranlagte Legasthenie“ verantwortlich sein soll. Nach dieser Lehre gebe es für Betroffene, bei denen C15 nachgewiesen werde, so gut wie keine Heilungschancen. LRS-Kinder werden so vor allem für die Eltern und Lehrkräfte zu hoffnungslosen Fällen abgestempelt. Dementsprechend herrscht weitgehend die falsche Vorstellung, Rechtschreibprobleme seien, wenn überhaupt, nur in langwieriger Therapie zu beheben.

 

Die Nicolay-Rechtschreib-Methode hat in langjähriger Praxis und mit mittlerweile Tausenden Kindern bewiesen, dass dies nicht der Fall ist. Dies bestätigen Hunderte von Eltern und Lehrkräfte. In meiner jahrzehntelangen Tätigkeit in Schulklassen und Einzelsitzungen habe ich erfahren, dass jedes schulreife Kind fähig ist, die Rechtschreibung des Lernwortschatzes und die Grammatik so zu erlernen, dass es schriftliche Abfragen (Diktate) mit der Note zwei absolviert und flüssig und fehlerfrei liest.